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Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs Leipzig e.V
c/o Bach-Archiv Leipzig
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D-04109 Leipzig
Tel.: +49-(0)341-96278920
Mail: freunde(at)bach-leipzig.de

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Burgstraße 1-5 (2. OG, Raum 217)
D-04109 Leipzig
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Förderprojekte seit 2006

Die Mitgliederversammlung beschließt einmal im Jahr zur Mitgliederversammlung im Juni, auf welche Bereiche die Förderungen schwerpunktmäßig konzentriert werden. Folgende Projekte konnten seit 2006 mit Unterstützung der Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs Leipzig e.V. realisiert werden.

Das Bach-Archiv dankt herzlich für die erfahrene Unterstützung!

Georg Christian Kilian, Das Pauliner Collegium in Leipzig. Kolorierter Kupferstich, um 1750
Auszug aus „Eines Anonymi Staat des Fürstenthums Eisenach"
Quantz, Johann Joachim: Versuch einer Anweisung die Flöte traversiere zu spielen...
Exemplar der "Berlinischen Nachrichten“ vom 16. Mai 1747
Cembalo italienischer Bauart
Bach-Büste, die von der Original-Gipsform des Bildhauers Hermann Knaur (1843) stammt
Neue Lieder nebst ihren Melodien von Johann Friedrich Doles, Leipzig 1750
Ernst Ludwig Gerber, Historisch-biographisches Lexicon der Tonkünstler
Scheffler, Joachim Ernst: Leipzig, Stadtansicht von Südosten und sechs Gebäudeansichten
Projektwochen, Trickfilmworkshops und Ausstellungsprojekte in Schulen und Vereinen
 
 

Sir John Eliot Gardiner »Bach. Musik für die Himmelsburg«

Mit Johann Sebastian Bach ist der weltberühmte Dirigent John Eliot Gardiner seit seiner Kindheit verbunden: In der Wohnung seiner Eltern hing ein Bild des Thomaskantors, dessen strenger Blick ihm auf dem Weg ins Kinderzimmer jedes Mal Furcht einflößte. Doch schon bald verwandelte sich die Angst in Bewunderung und Begeisterung, und mittlerweile prägt John Eliot Gardiner wie kein anderer die Art und Weise, in der Bach aufgeführt wird: auf Instrumenten, wie sie auch in der Barockzeit verwendet wurden, transparent, tänzerisch und höchst lebendig.

Nun liegt die Summe seiner Beschäftigung mit Bach als Buch vor: ein Porträt, das dessen Biographie vor einem großen Panorama der damaligen Zeit präsentiert. Bachs Musik kommt aus einer Welt großer Ängste und großer Hoffnungen – Erfahrungen, die auch einem heutigen Hörer nicht fremd sind.

»Als ich dieses Buch las, wollte ich aufspringen und all die Musik hören, über die er schreibt – ob bekannt oder unbekannt. Eine wundervolle Schatztruhe!« Simon Rattle

 

Zum Autor

John Eliot Gardiner, geboren 1943 in Dorset, England (wo er noch heute einen Öko-Bauernhof betreibt), studierte Geschichte und Musik. 1964 gründete er mit anderen Studenten den Monteverdi Choir und legte damit den Grundstein für seine musikalische Weltkarriere. Mit dem ebenfalls von ihm initiierten Monteverdi Orchestra, den English Baroque Soloists und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique setzte er neue Maßstäbe insbesondere für die Interpretation der Werke Claudio Monteverdis und Johann Sebastian Bachs.


2015

Seit Januar 2015 fördert die Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs Leipzig e.V. das Bach-Museum mit zwei Minijobs im Bereich Museumspädagogik. Die kulturelle Bildung ist dem Bach-Museum ein besonderes Anliegen. Das Programm ist weit gefächert und richtet sich an unterschiedlichste Besuchergruppen aller Altersgruppen, vom Kindergartenkind bis zum Touristen. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und die Barrierefreiheit bilden dabei besondere Schwerpunkte. Am nachhaltigsten sind Projekte, bei denen sich Kinder und Jugendliche über einen längeren Zeitraum kreativ mit Johann Sebastian Bach, seinem Leben und Wirken beschäftigen, etwa in Projektwochen, Trickfilmworkshops oder Ausstellungsprojekten. Die Mitarbeit von Ulrike Bobe und Lu Wollny stellt für das Bach-Museum einen großen Gewinn dar.

Museumspädagogische Hilfskraft Ulrike Bobe bei der Arbeit

2014

Das "Ausstellen" ist eine der zentralen Aufgaben der Museumsarbeit. Im Jahr 2014 unterstützte der Freundeskreis das Bach-Museum bei der Umsetzung der folgenden beiden Sonderausstellungen:

„Die Musik muss das Herz rühren“. Carl Philipp Emanuel Bach zum 300. Geburtstag

Kabinettsausstellung vom 7. März bis 20. Juli 2014

Am 8. März 1714 wurde Carl Philipp Emanuel Bach geboren. Anlässlich seines 300. Geburtstags widmete das Bach-Museum dem zweitältesten Sohn Johann Sebastians eine Kabinettausstellung. Die Ausstellung spannte einen Bogen über das gesamte Leben und Wirken C.P.E. Bachs von seinen frühen Lebensstationen in Leipzig und Frankfurt/Oder über seine fast drei Jahrzehnte währende Tätigkeit als  Cembalist an der Hofkapelle Friedrichs des Großen bis hin zu seiner letzten Stelle als Musikdirektor in Hamburg. Neben Klaviermusik, Liedern und Konzerten komponierte Bach Oratorien und veröffentlichte pädagogische Werke für Klavierschüler. Gezeigt wurden Exponate aus all seinen Lebenphasen, vom Schulheft aus der Thomasschule über seine Kompositionen und musikpädagogischen Werke bis hin zu seiner Autobiographie und seiner Korrespondenz, die er mit bekannten Künstlern, Dichtern und Theologen seiner Zeit führte. Die Ausstellung wurde von der Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs Leipzig e.V. sowie vom Packard Humanities Institute, Los Altos, Kalifornien unterstützt.

Mit Studiosi musiciret. Bach und die Leipziger Universität

Kabinettausstellung vom 26. September 2014 bis 15. Februar 2015

Die Herbstausstellung im Bach-Museum rückte ein wichtiges Wirkungsfeld Bachs in seiner Leipziger Zeit ins Zentrum: sein facettenreiches Wirken im Umkreis der Universität. Während seiner Zeit als Thomaskantor übernahm Bach stets auch musikalische Aufgaben an der Universität. Beleuchtet wurden seine kirchenmusikischen Pflichten an der Paulinerkirche ebenso wie Auftragswerke, die er für Angehörige der Universität komponierte. So führte er dramatische Trauermusiken und opulente Freiluftwerke auf, etwa anlässlich der Jubiläen von Professoren oder Besuchen der kurfürstlichen Familie. Darüber hinaus begeisterten Bach und sein Studentenorchester mit anspruchsvollen, auch kurzweiligen und amüsanten Programmen zahlreiche Besucher im Zimmermannschen Kaffeehaus. Die Ausstellung wurde von der Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs Leipzig e.V. sowie vom Packard Humanities Institute, Los Altos, Kalifornien unterstützt.


2013

In der Mitgliederversammlung vom 16. Juni 2013 hat die Mitgliederversammlung die Förderung folgender Projekte im laufenden Jahr beschlossen:

Forschung und Bibliothek

Projektvorschlag: Bereitstellung für Forschungsprojekte (7.700 €)

Museum

Konzeption und Umsetzung von Ausstellungen (8.000 €)
Audio-Guide (10.000 €)

Sommersaal

Durchführung von Konzerten (2.300 €)


2012

In der Mitgliederversammlung vom 20. Juni 2012 hat die Mitgliederversammlung die Förderung folgender Projekte im laufenden Jahr beschlossen:

Forschung und Bibliothek

Projektvorschlag: Bereitstellung für Forschungsprojekte (8.100 €)

Museum

Konzeption und Umsetzung von Ausstellungen (4.000 €)
Rückstellung für den Audio-Guide (10.000 €)

Sommersaal

Durchführung von Konzerten (4.000 €)


2011

In der Mitgliederversammlung vom 16. Juni 2011 hat die Mitgliederversammlung die Förderung folgender Projekte im laufenden Jahr beschlossen:

Forschung und Bibliothek

Projektvorschlag: Anschaffung Zimelien / Bereitstellung für Forschungsprojekte (8.100 €)

Museum

Projektvorschlag: Kabinettausstellung für Kinder und Jugendliche mit Animationen von Andre Martini (4.000 €)
Rückstellung Audio-Guide (2010): 10.000 €

Sommersaal

Projektvorschlag: Konzerte aus der Himmelsburg (4.000 €)

Gesamt Fördermaßnahmen: 16.100 € (ohne Rückstellung)


2010

Als größeres Förderprojekt hat die Mitgliederversammlung 2010 beschlossen, den Audio- Guide des Museums zu fördern. Der Audio-Guide ermöglicht den Besuchern des Museums einerseits eine intensive Führung durch die Ausstellung mit vielen vertiefenden Erläuterungen zu allen Tafeln und Exponaten. Darüber hinaus ermöglicht er eine weit größere Vielfalt des Sprachenangebotes und stärkt das Museum in seiner internationalen Ausrichtung. Eine Fördersumme von 10.000 Euro wurde zurückgestellt, die Entwicklung des Audio-Guides ist für das Jahr 2011 geplant.

Erstmals hat der Freundeskreis ein Konzert im historischen Sommersaal des Bosehauses gefördert. Im Rahmenprogramm des Symposiums „Wilhelm Friedemann Bach und die protestantische Kirchenkantate nach 1750“, das im November 2010 im Bach- Archiv stattfand, wurden verschiedene Konzerte angeboten. Ein besonderes Kammermusikerlebnis war das Konzert mit Flöten- und Claviermusik am Freitag, den 19. November 2011 um 20 Uhr im Sommersaal des Bach-Museums, das von der Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs unterstützt wurde. PD Dr. Peter Wollny, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bach-Archivs und Editionsleiter der W. F. Bach Gesamtausgabe, hatte ein speziell dafür zusammengestelltes Programm mit Werken des ältesten Bachsohnes vorbereitet. Die international gefragten Bach-Interpreten Wilbert Hazelzet (Traversflöte) und Nicholas Parle (Cembalo), die für dieses Konzert engagiert werden.

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2009

Umbau und Erweiterung des Bosehauses

Die Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs e.V. hat in den Jahren 2008/09 das Bach-Archiv bei der Einwerbung von Spenden für den Umbau und die Erweiterung des Bosehauses, die Einrichtung des neuen Bach-Museums und der neuen Bibiothek unterstützt.

Modell der Thomasschule

Als Bach 1723 das Thomaskantorat übernahm, zog er mit seiner Familie in die Thomasschule. Blickt man aus den Ausstellungsräumen des Bach-Museums, so schaut man genau dorthin, wo die Schule bis zu ihrem Abriss 1902 stand. Im neuen Museum verdeutlicht ein von der Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs Leipzig gestiftete Modell die Situation von 1732. Neben den Schul- und Internatsräumen befanden sich hier die Wohnungen des Rektors und des Kantors. Das ausgestellte Modell basiert auf Zeichnungen von George Werner, die im Vorfeld des Umbaus 1730/31 entstanden, sowie auf historischen Fotos und Beschreibungen. Es wurde von der Leipziger Firma "Modellbau Haus- und Raumgestaltung" gebaut.

Unterstützung der museumspädagogischen Arbeit des Bach-Museums

Für die museumspädagogische Abteilung des Bach-Museums wurden 2009 Kinderkostüme im Stile der Bach-Zeit angeschafft.

Forschungsförderung: Bach Digital

Das Projekt Bach Digital umfasst außer den hochauflösenden Digitalisaten der Originalquellen J. S. Bachs eine umfangreiche Quellendatenbank sowie eine Werkverzeichnis. Quellendatenbank und Werkverzeichnis gehen dabei auf eine ältere Datenbank zurück. Gerade das Werkverzeichnis erfreut sich bei den Nutzern der Datenbank seit jeher großer Beliebtheit, hatte aber bisher nie dieselbe Priorität bei der Bearbeitung wie Quellendatenbank und digitale Bibliothek. Diesem Mangel konnte nun Dank eines aus Mitteln des Freundeskreises finanzierten Werkauftrages beigekommen werden. Alle Werkdatensätze wurden vereinheitlich und vor allem auch die englische Seite um viele Angaben und übersetze Werktitel ergänzt. Die Plattform Bach Digital ist damit dem Ziel einer umfassenden, Wissenschaftler wie Laien ansprechenden online-Plattform zum Thema Bach ein gutes Stück näher gerückt. Siehe auch: www.bachdigital.de

Bibliotheksförderung: Ankaufsunterstützung

Anbei Erläuterungen zu einer Auswahl wertvoller Bücher und Graphiken, die mit Unterstützung des Freundeskreises im Jahr 2009 angekauft wurden.

Quantz, Johann Joachim: Versuch einer Anweisung die Flöte traversiere zu spielen….- Berlin, 1752

Zentrales Lehrwerk des 18. Jahrhunderts mit ausgedehnten stilkritischen und musikgeschichtlichen Exkursen aus der Feder des Bach-Schülers Johann Friedrich Agricola. An mehreren Stellen wird auch über Bachs Orgelspiel und seine Verbindungen zu Musikern seiner Zeit erwähnt.

Nicolai, Friedrich: Über den Gebrauch der falschen Haare und Perrucken in alten und neuen Zeiten. Eine historische Untersuchung. - Berlin und Stettin, 1801

Sehr seltene kulturhistorische Schrift über die Perückenmoden des 18. Jahrhunderts; erwähnt wird auch ein Porträt J. S. Bachs.

[Ernesti, J. A.]: Io. Zachariae (Richtero) civit. Lips. senat… Leipzig, 1766

Nachruf auf Johann Zacharias Richter, seit etwa 1750 Besitzer des Hauses Thomaskirchhof 16. Richter zeigte in seinem neuen Haus seine erlesene Bildnissammlung. Die seltene Trauerschrift ist mit Vignetten von A. F. Oeser geschmückt.

Heinse, Johann Jacob Wilhelm: Hildegard von Hohenthal, 1. und 2. Teil, Berlin 1795 und 1796

Seltene Erstausgabe des romantischen Bildungsromans von J. J. W. Heinse, der zugleich auch ein Entwurf einer romantischen Musikästhetik ist. An zahlreichen Stellen wird die Kunst J. S. Bachs erwähnt, darunter auch die „miraculosen Fugen voll Melodieen der deliciosen Sphärenmusik“.

Bach, Johann Christian (1735-1782)

Porträt-Medaillon inmitten der gestochenen Wiedergabe von Bachs Grabmal in London
Kupferstich von F. Bartolozzi nach dem vom Bildhauer Aug. Carlini gestalteten pompösen Grabmals Christians in London

Weigel, Johann Christoph, Hautboist. Waldhorn Original-Kupferstiche aus “Musicalisches Theatrum“, 1722

Sehr seltene Original-Kupferstiche aus der von Johann Christoph Weigel um 1722 herausgegebenen losen Folge von Instrumenten-Darstellungen, die sich in ihrer Zusammensetzung sehr stark an Matthesons „Neueröffnetem Orchestre“ anlehnt und mit insgesamt 36 Blättern eine gute Vorstellung des Instrumentariums des 18. Jahrhunderts bietet.

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2008

Ankaufsunterstützung durch Freundeskreis

Johann Sebastian Bach hat zu Lebzeiten mit seinem Wirken nur selten allgemeine Aufmerksamkeit erregt. Ein Ereignis brachte ihn jedoch auch einmal auf die Titelseite der führenden Tageszeitungen – sein Besuch bei Friedrich dem Großen in Potsdam im Mai 1747. Ein unbekannter Redakteur berichtet über die abendliche Ankunft in der „Vor Cammer“, über die Begrüßung durch den König, das Spiel auf dem „sogenannten Forte und Piano“ und schließlich die Aufgabe des Königs, Bach möge ein vorgegebenes Thema aus dem Stehgreif zu einer Fuge improvisieren – eine Sternstunde der Musikgeschichte, die das berühmte „Musikalische Opfer“ zur Folge hatte.
Das Bach-Archiv Leipzig konnte unlängst ein Exemplar der „Berlinischen Nachrichten“ vom 16. Mai 1747 erwerben, die den Bericht über Bachs Besuch in Potsdam als erste veröffentlichte. Tageszeitungen des 18. Jahrhunderts zählen zu den großen Raritäten des Antiquariatsmarkts. Die genannte Ausgabe ist weltweit nur dreimal nachgewiesen. Das Exemplar befindet sich in einem exzellenten Erhaltungszustand und soll bei der Neueröffnung des Bach-Museums erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Ermöglicht wurde die Anschaffung durch Unterstützung der Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs Leipzig e.V. Miriam Wolf, Schatzmeisterin des Freundeskreises, übergab die Neuerwerbung an Professor Christoph Wolff, Direktor des Bach-Archivs, und Kristina Funk-Kunath, Bibliotheksleiterin.

Calov, Abraham: Biblia, Das ist: Die gantze heilige Schrifft Alten und Neuen Testaments / Deutsch D. Martini Lutheri. - Dresden, 1719. – Bd. 2

Sehr seltenes Parallelexemplar der sogenannten Calov-Bibel , welche nachweislich zum Bibliotheksbestand von Johann Sebastian Bach gehörte. Das Originalexemplar mit handschriftlichen Eintragungen befindet sich seit 1933 in der Bibliothek des Concordia Seminary St. Louis, Missouri /USA. 

Seutter, Matthäus: Karte von Anhalt – Köthen – Dessau – Barby : Kupferstichkarte. – altkoloriert. – Augsburg um 1730

Sehr schöne und gut erhaltene, teilweise altkolorierte Kupferstichkarte von Matthäus Seutter. Diese Karte zeigt einen Teil von Sachsen-Ahnalt mit den Städten Köthen, Dessau und Zerbst.

Bach, August Wilhelm (1796-1869): Fantasien, Vorspiele und Fugen für die Orgel gesetzt und dem Prof. Zelter wie auch dem Herrn Consistorialrath Ritschel ehrfurchtsvoll zugeeignet … Berlin : Lischke, [ca. 1819]. – 23 S., querfolio

A. W. Bach, Orgellehrer von Felix Mendelssohn Bartholdy, war ein so geachteter Künstler, dass ihm Ledebur über drei Seiten in seinem Lexikon widmete. Auch wenn er nicht zur berühmten „Bach-Familie“ gehört, so würden sich seine Biographie und sein Werk bestens in deren Tradition einfügen, da er als protestantischer Kirchenmusiker vorwiegend in Berlin wirkte. Die beiden Widmungsträger hatten entscheidenden Einfluss auf den Werdegang Bachs: Bei Carl Friedrich Zelter hatte er studiert, und vom damaligen Pfarrer an der Berliner Marienkirche Georg Carl Benjamin Ritschel wurde er 1816 ins Amt des Organisten berufen. 

Bach, Johann Sebastian: Brandenburgisches Konzert Nr. 5. D-Dur, BWV 1050, Stimmenerstausgabe. – Leipzig : Peters, [um 1851/52], in Stich folio

Die Brandenburgischen Konzerte sind etwa hundert Jahre nach dem Tod des Komponisten im Druck erschienen, herausgegeben von Siegfried Wilhelm Dehn der als „einer der gelehrtesten und gründlichsten Contrapunctisten und musikalischen Theoretiker der neuesten Zeit“ betrachtet wurde (Mendel, 1873)

Cembalo italienischer Bauart dem Publikum vorgestellt

Das Cembalo italienischer Bauart, dessen Erwerb vom Freundeskreis maßgeblich unterstützt wurde, konnte beim Bachfest 2008 erstmalig dem Konzertpublikum präsentiert werden. Vor der beeindruckenden Kulisse des Rom-Panoramas im Panometer Leipzig brachen die Ensembles Stimmwerck und La Villanella Basel am Donnerstag, den 19. Juni 2008, italienische Musik der Renaissance zum Klingen.

Das Bach-Archiv dankt den Mitgliedern des Freundeskreises herzlich für Ankaufsunterstützung, die die Anschaffung erst möglich gemacht hat!

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2007

Ankaufsunterstützung für Bibliothekserwerbung: Geschichte der Stadt Leipzig von der ältesten bis auf die neueste Zeit

von Karl Grosse. - Leipzig : Polet , 1842

Karl Großes zweibändige Studie zählt zu den grundlegenden Abhandlungen zur Leipziger Stadtgeschichte. Von besonderem Wert sind die zahlreichen dem Werk beigegebenen Kupferstiche mit originalgetreuen Abbildungen wichtiger Gebäude, darunter zahlreiche heute nicht mehr existierende Baudenkmäler. Ende 2007 konnte das Bach-Archiv dieses Werk mit Unterstützung des Freundeskreises erwerben.

Wertvoller Druck der Cembalosonaten C.P.E. Bachs erworben 

Das Bach-Archiv konnte seine Reihe der Originaldrucke Carl Philipp Emanuel Bachs um ein bedeutendes Objekt erweitern: Carl Philipp Emanuel Bach: Sei Sonate per Cembalo... Wq 48 - ein Originaldruck aus dem Jahr 1742. Der von 1738 bis 1768 als Cembalist am Hofe Friedrichs des Großen tätige zweitälteste Bach-Sohn Carl Philipp Emanuel (1714–1788) trat 1742 zum ersten Mal mit einer repräsentativen Sammlung von Tastenwerken an die Öffentlichkeit. Er widmete sein Opus 1 seinem damaligen Dienstherrn. Aus dieser Zueignung leitete sich der noch heute gebräuchliche Titel „Preußische Sonaten“ ab. Der Druck aus dem Jahr 1742 zählt zu den bibliographischen Raritäten. Der Ankauf wurde möglich durch die finanzielle Unterstützung der Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs Leipzig e.V.
Carl Philipp Emanuel Bach: Sei Sonate per Cembalo... Wq 48. Nürnberg : Schmid, [1742]. - - 34 S.  

Bach-Archiv erwirbt Rarität: Neue Lieder nebst ihren Melodien von Johann Friedrich Doles, Leipzig 1750.

Die Sammlung des Bach-Archivs Leipzig ist um eine bibliographische Rarität reicher. Aus Mitteln der Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs konnte eines von weltweit nur drei bekannten Exemplaren von Johann Friedrich Doles’ „Neue Lieder nebst ihren Melodien“ aus Privatbesitz erworben werden. Durch den Vorsitzenden des Freundeskreises Burkhard Schreiber ist die kostbare Liedersammlung nun in die Obhut der Bibliothek des Bach-Archivs übergeben worden. Die 1750 beim Leipziger Verleger Johann Gottfried Dyck in farbigem Einband (Format 24 x 20 cm) erschienene Sammlung für eine Singstimme mit Klavierbegleitung enthält Noten von insgesamt 25 Liedern. „Bemerkenswert ist vor allem das komplizierte Herstellungsverfahren, denn jede Seite wurde gleich zweimal bedruckt: Zunächst wurden die Noten per Kupferstich auf das Papier gebracht, dann folgte der Text im Buchdruckverfahren mit beweglichen Typen“, so Dr. Peter Wollny vom Bach-Archiv Leipzig.

Als Leipziger Student gehörte Johann Friedrich Doles (1715 - 1797) um 1740 zum engeren Kreis junger Musiker um Johann Sebastian Bach. Doles war zum Zeitpunkt des Erscheinens seiner Lieder bereits seit mehreren Jahren als Kantor in Freiberg tätig, doch deuten die eingängigen Liedtexte und der leichte, gefällige Stil der Vertonungen an, dass es sich um Früchte seiner Leipziger Studentenjahre handelt. Doles wurde 1756 in der Nachfolge Bachs Thomaskantor in Leipzig und hält mit 33 Amtsjahren bis heute den Rekord. Das musikalische Gesamtwerk des Komponisten umfasst zahlreiche Kantaten, Motetten und Passionen.

Cembaloankauf 2006/2007

Die Unterstützung des Bach-Archivs beim Ankauf eines Cembalos nach italienischer Bauart als Ersatz für den „Harraß“, ein Cembalo deutscher Bauart, war eines der Hauptförderprojekte in 2006 und 2007. Das Instrument wird beim Bachfest 2008 - im Rahmen des Konzerts im Panometer Leipzig am 19. Juni um 20 Uhr - erstmals präsentiert.

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2006

Bibliotheksankäufe 2006

2006 wurden mit Hilfe des Freundeskreises Ankäufe seltener, antiquarischer Kostbarkeiten für die Sammlung des Bach-Archivs unterstützt.

Gellerts »Geistliche Oden und Lieder mit Melodien«

Carl Philipp Emanuel Bach - Berlin:  Winter, 1758

Bei den 1758 bei dem Berliner Verleger Georg Ludwig Winter erschienenen »Geistlichen Oden und Liedern mit Melodien« handelt es sich um die erste von C. P. E. Bach veröffentlichte Sammlung von Vokalwerken. Anstatt eine willkürliche Zusammenstellung einzelner Lieder zu veröffentlichen, wie es viele seiner Zeitgenossen taten, stützte sich der zweitälteste Bach-Sohn hier auf eine erst im Vorjahr (1757) erschienene Sammlung von Gedichten des seinerzeit als Poeten geschätzten Leipziger Philosophieprofessors Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769). C. P. E. Bachs Vertonungen waren überaus erfolgreich: Bis 1784 erschienen nicht weniger als fünf Auflagen. Das Bach-Archiv konnte im September aus Privatbesitz ein rares Exemplar der Erstauflage erwerben, von der weltweit insgesamt nur 16 Exemplare nachgewiesen sind.

Derer Durchleuchtigsten Fürsten und Herren,

.., Johann Ernsts, Adolph Wilhelms, Johann Georgens und Herrn Bernhards Gebrüderer, Hertzogen zu Sachsen, Cleve und Bergen, Landgrafen in Thüringen,... Verbesserte Kirchenordnung.... - Weimar: Eyliker, 1664

Die Kirchenordnung des Herzogtums Weimar ist ein wichtiges Dokument, das über die liturgische Abfolge und die Besonderheiten der Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen Auskunft gibt und damit zugleich wertvolle Anhaltspunkte für den Kontext von Johann Sebastian Bachs Weimarer Kantaten liefert. Besonders aufschlussreich sind die Ausführungen der Weimarer Kirchenordnung zur Kirchenmusik. Geistliche und Musiker werden hier aufgefordert, Stücke auszuwählen, »welche eine gebührende Gravität haben / nicht aber also beschaffen / daß sie zum Tantzen bequemer / als zum Gottesdienst seyn möchten«. Das vom Bach-Archiv erworbene Exemplar dieser seltenen Schrift befindet sich nahezu in einem »druckfrischen« Zustand. Auch der kostbare Ledereinband (mit Schließen) ist tadellos erhalten.

Musikalischer Almanach

Johann Friedrich Reichardt - Mit 12 neuen in Kupfern gestochenen Liedern. Berlin: bey Johann Friedrich Unger, 1796

Literarische und musikalische Taschenbücher erfreuten sich im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert großer Beliebtheit. Sie zählen heute zu den begehrten Sammelobjekten - eines der raresten ist der von dem vormaligen preußischen Kapellmeister Johann Friedrich Reichardt herausgegebene kleine Almanach, der weltweit in nur einem Dutzend Exemplaren nachgewiesen ist. Reichardts Almanach von 1796 ist besonders wegen der stattlichen Reihe von singulär überlieferten Musikeranekdoten für die musikwissenschaftliche Forschung von Bedeutung. Auch Bach und seine Söhne sind reichlich bedacht.

Internationaler Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb 2006

Beim Bach-Wettbewerb 2006 (4. bis 15. Juli 2006) wurde ein vom Freundeskreis gestifteter Publikumspreis in allen drei Wettbewerbsfächern ausgeschrieben. Im Fach Klavier ging der Preis an Irina Zahharenkova (30 Jahre, Estland), im Fach Cembalo an Ilpo Laspas (22 Jahre, Finnland), im Fach Violine an Elfa Rún Kristinsdóttir (21 Jahre, Island).

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Förderprojekte

Bach-Büste, die von der Original-Gipsform des Bildhauers Hermann Knaur (1843) stammt
Ernst Ludwig Gerber, Historisch-biographisches Lexicon der Tonkünstler
Scheffler, Joachim Ernst: Leipzig, Stadtansicht von Südosten und sechs Gebäudeansichten

 

 

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